Krankentagegeld

Absicherung im Krankheitsfall
Zuerst einmal darf das Krankentagegeld nicht mit dem Krankengeld verwechselt werden. Das Krankengeld bekommen alle gesetzlich versicherten Arbeitnehmer gezahlt (oder Selbständige, die freiwillig in der GKV versichert sind). Dieses Krankengeld erhält man frühestens sechs Wochen nach der Erkrankung, also erst dann, wenn der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nicht mehr leisten muss. Da sich das Krankengeld allerdings auf sehr niedrigem Niveau befindet (zwischen 70 % des letzten Bruttogehalts und 90 % des Nettogehalts), sollte man sich überlegen, ob man zusätzlich ein Krankentagegeld abschließt.
Das Krankentagegeld ist deswegen sinnvoll, um die finanziellen Lücken, die durch eine längere Krankheit entstehen können, zu stopfen. Vor allem für Selbständige und Freiberufler ist eine private Krankentagegeldversicherung zu empfehlen. Wer gesetzlich versichert ist, ist ab dem 43. Krankheitstag zwar abgesichert, doch das eben nicht in voller Höhe (zudem gehen noch Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung davon ab). Bei privat Versicherten fällt diese Zahlung ganz weg. Eine zusätzliche Krankentagegeldversicherung ist also sehr zu empfehlen.

Nun kommt das nächste Problem: die ersten 43 Tage! Hier muss man selbst sehen, ob man ausrechende Rücklagen hat, um die erste Zeit zu überrücken. Für Selbständige ist eine Vorverlegung der Auszahlung des Krankentagegeldes ab dem 22. Tag möglich. Das wiederum ist mit einer höheren Beitragszahlung verbunden. Versichert wird dabei jedoch nur das Nettoeinkommen. Die festgesetzte Karenzzeit, also die Zeit von Krankheitsbeginn bis zur Zahlung der Leistungen, ist dabei auch bei Folgeerkrankungen wichtig. Hier ist zu beachten, dass man nicht eine erneute Karenzzeit vereinbart, bei der man wiederum 43 Tage auf das Krankentagegeld warten muss.

Sehr von Vorteil ist eine dynamische Anpassung. Dadurch kann man die Zahlungen des Krankentagegeldes an Gehälter bzw. Einnahmen und auch an private Umstände anpassen (beispielsweise bei Umzug in eine teurere Wohnung etc.). Bei der Berechnung der Tarife kommt es auch auf das Alter und auf das Geschlecht an. Der Monatsbeitrag kann von Versicherung zu Versicherung deutlich variieren und mehr als 25 Euro an Mehrkosten betragen.

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