Grundfähigkeiten

Wenn die Grundfähigkeiten nicht mehr möglich sind

Jeder Mensch hat Grundfähigkeiten. Darunter versteht man zum Beispiel das Sehen, das Hören, das Sprechen, das Gehen oder auch das Auto fahren. Ist man in diesen Grundfähigkeiten eingeschränkt, dann kann man das versichern lassen. Die sogenannte Grundfähigkeitsversicherung gibt es seit dem Jahr 2000 auch in Deutschland. Sie kann als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung, zur Pflegeversicherung aber auch zur Dread Disease Versicherung angesehen werden.

Sollte der Versicherte diese Grundfähigkeiten verlieren und dadurch seine Arbeit nicht mehr ausüben können, wird von der Grundfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente gezahlt. Dabei ist es unerheblich, aus welchem Grund man die Fähigkeiten verliert. Dies kann durch Unfall genauso der Fall sein, wie durch Krankheiten. Gezahlt wird aber nicht nur, wenn man diese Fähigkeiten verliert, sondern auch, wenn die Pflegestufe 2 erreicht wird. Unerheblich ist die Frage, ob der Versicherte danach noch weiter arbeitet. Gezahlt wird, solange die Beeinträchtigung besteht, entweder dauerhaft oder auf einen bestimmten Zeitraum.

Die Versicherung zahlt, wenn der Versicherte die Grundfunktionen zukünftig nicht mehr ausüben kann oder in den zurückliegenden zwölf Monaten nicht mehr ausüben konnte dabei sind die Versicherungsfälle in zwei Bereiche unterteilt:

In Bereich 1 zahlt die Versicherung, wenn eine der folgenden Fähigkeiten nicht mehr vorhanden ist: Sehen (die Sehkraft muss unter 1/25 liegen), Sprechen (eine Verständigung ist über die Sprache nicht mehr möglich), Orientieren (weder zeitlich noch örtlich) und das Gebrauchen der Hände (Halten eines Stiftes oder Bedienen einer Tastatur ist unmöglich).

Im Bereich 2 zahlt die Versicherung, wenn drei der folgenden Fähigkeiten nicht mehr vorhanden sind: Hören (die Person ist taub), Gehen (die Person schafft keine 200 Meter zügig zu laufen), Sitzen (die Person kann keine 20 Minuten auf einem Stuhl ohne Armlehnen sitzen), Stehen (die Person kann nicht 10 Minuten am Stück ohne Hilfe stehen), Arme bewegen (die Person kann nicht alleine eine Jacke anziehen). Dazu kommen die Tätigkeiten Greifen, Heben und Tragen, Auto fahren, Treppen steigen, Niederknien und Bücken.

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